Kununurra

Life as a holidaymaker was over now. Working life was starting again. We both could emphasize that we did not miss it by now! But we and specially Sina knew, that working should be a part in this trip not to avoid. And Sina was the one with the working holiday. So we started direction West coast with stop over in Kununurra, a small town with nearly 6000 inhabitants. (and the Australians insist on the word town for that place) So the first day of work came for Sina and she got a job at a Sandalwood farm. Every morning get up at 4.50, 5.30 pick-up in the city and then and then heading alongside huge patches and nice sun rises to the farm, where Sina spend her time, that

means 9 hours a day, to kick weed of 4 meter  height. Every row had a lot of meters and so the whole walking distance per day was about 16 kilometers. The best thing was the gratis „English lesson“ during the work, because you had to talk to somebody. That was the first step to improve the skills of English language again. But unfortunately Sina did not understand the most conversations of the other people because they do not talk English they talk Aussie English and that is a real difference : - ) And so she did not catch the whole sentences the most time and had to ask for repetition while the person she talked with was grining.

But all the time she she answered them with a smile „I try at least to learn English, you, too ?“ ;-) Apart from the physical work, which was replaced step by step through looking for footprints of different animals, it was a real cool experience. And even Sinas group had the nicest and the most work-shy supervisors of the whole country.

Kununurra has everything you need during your stay. A small nationalparl with heaps of red rocks,
a small lake with a small park and the thickest Boab tree we have ever seen. It was a perfect place in the shade to hang around and relax from the work during the warm weekend. And we tried it very often. But another real highlight of the city was the weekly market. It was a real “The world is still fine” market. It seems that everybody sold and bought things you need or not. But it was nice to see, because everybody had fun. There was music, coffee and cake and all the people there seemed to be content with their life at this moment.



Kununurra, ein kleines verschlafenes Nest mitten im Outback, am Rande des Kimberley Plateaus liegend. Um von hier in die nächste größere Stadt zu kommen, nutzt man besser das Flugzeug, denn das Auto. Darwin ist gut 1.000km weit weg und die nächste nennenswerte Stadt mit ähnlicher Einwohnerzahl gut 500km. Einzig Halls Creek mit 1.000 Einwohnern ist mit 350km noch in erträglicher Autoreichweite. Warum es uns hierhin verschlagen hat? Aussicht auf Arbeit. Im Moment einer der wenigen Bereiche in Australien, wo auf Farmen gearbeitet werden kann, was die Jahreszeit und damit verbundene Ernte betrifft. Melonen, ist das Schlagwort. Leider waren die ersten Nächte noch zu kühl und wir mussten 3 Tage ausharren bis es wieder Arbeit gab. Kälte bekommt den Melonen wohl nicht so gut. Einziger Haken hier an der Sache, offiziell darf nur Sina arbeiten und die Farmen hier stehen unter scharfer Kontrolle, müssen 60.000 AUS $ Strafe zahlen, wenn sie bei Beschäftigung von Schwarzarbeitern erwischt werden. Das Risiko gehen die lieber nicht ein, weil so viele Melonen können die gar nicht verkaufen. Also hieß es erstmal: nur für Sina Arbeit.

Wir wohnen auf einem Campingplatz in der Stadt und haben hier das Glück nichts bezahlen zu müssen.

Es hat sich nämlich zusätzlich ergeben, dass ich dort ein paar Stunden arbeiten kann und wir ersparen uns die Gebühren. Heißt also, ich muss nun doch ran. Leider nur ein paar Stunden. Um hier die Zeit nicht sinnlos um die Ohren zu hauen, war ich jedoch darauf erpicht auch noch irgendwas anderes zu finden. Auf meiner Suche in der Stadt wollte ich noch was wegen einer Tour in die Bungle Bungle klären, einem Nationalpark in der Nähe. Hier braucht man einen Geländewagen, den wir uns für zwei Tage mieten wollten. Beim Gespräch dort erfuhr ich zum einen den Preis, der natürlich auch recht hoch ist, zum anderen aber auch, dass sie jemanden brauchen um ein paar Autos zu waschen. Wir einigten uns, dass ich für die Mietgebühr ein paar Wagen über die Woche wasche. Ein perfekter Deal also. Ich startete ebenfalls direkt am nächsten Tag für ein paar Stunden. Betrachten wir beide die Arbeit hier, wie z.B. auf der Farm oder beim Autowaschen noch mit einer Art Aussteigerromantik, so kann man für die Leute, die hier leben das Fazit ziehen, dass sie ein hartes Los gezogen haben. Isoliert auf einer „Insel“, mitten im Outback, abgeschnitten von größeren Einflüssen, widmen diese Menschen den Hauptteil ihrer Zeit der Arbeit. Das Paar, das die Leihwagenfirma hat, beispielsweise lebt in

einem Wohnwagen dort auf dem Hof und arbeitet 7 Tage die Woche. Er in der Autowerkstatt, sie im Büro und bei der Autowäsche. Das Leben der Farmarbeiter ist nicht minder monoton. Beginnt in herrgottsfrühe und endet spät am Abend. Sicherlich ist die Arbeit hier um einiges relaxter als bei uns in Deutschland und man hält ein paar Schwätzchen mehr. Aber im Endeffekt arbeiten die Leute doch härter, um ihr Brot zu verdienen und das in einer ziemlich isolierten Gegend. Dies zeigt deutlich warum auch viele der „Aussteiger auf Zeit“ Träume bald zerplatzen. Wenn nämlich die erste Zeit der Aussteigerromantik vorüber ist, kehrt hier ebenfalls ein Alltag ein, der teils extremer ist, als unserer in Deutschland. Die Arbeit ist gut mit der Gewissheit zu ertragen, dass es in ein paar Tagen mit Reisen weiter geht, aber ein dauerhaftes Leben hier in dieser Stadt, ließe doch jede Aussteigerträume bald jäh zerplatzen und auf den Boden der Tatsachen zurückfallen.