Goa – Indienfieber pur

35 Stunden in drei Tagen – solange sitzen wir in Zügen, um von Jodhpur nach Goa zu kommen. Es war für uns fast unmöglich überhaupt noch eine Verbindung zu sichern. Denn Zug fahren mit einem eigenen Sitzplatz ist in Indien nicht immer etwas für Spontantrips. Doch nach etwas Recherche im Internet hieß die Lösung 9 Stunden von Jodphur nach Ahmedabad, 11 Stunden nach Mumbai und schließlich 14 Stunden nach Goa. Ich denke, wir müssen nicht erwähnen, dass diese Tage nicht zu unserer favorisierten Zeit in Indien zählen, aber es ging vorbei. Eigentlich wollten wir um Mumbai einen riesigen Bogen machen, landen aber letztlich doch da und merken erst vor Ort, dass die Stadt ganz nett zu sein scheint. Leider erleben wir nur noch den sehr späten Nachmittag und Abend dort und ärgern uns ein kleines bisschen über unsere Entscheidung, hier nicht wirklich einen Zwischenstopp einzulegen.



Leider holt mich das „Indienfieber“ von Rajastan in Goa wieder ein und hält mich gleich nach der Ankunft im relaxten Benaulim erst einmal für zwei Tage im Bett. Bleiben immer noch 4 Tage Entspannung pur im „Little Tiger“ unserer kleinen Strandbar. Auch wenn viele denken, dass unsere Reise sich in größten Teilen im Liegestuhl abspielt, ist es in Wahrheit über 11 Monate her, dass wir das letzte Mal mit einem Cocktail am Strand lagen. Und Benaulim ist perfekt dafür.

Genau einen Tag verlieren wir uns doch noch einmal in Aktivität und schwingen unsere Hintern mal wieder seit Ewigkeiten aufs Motorrad und steuern Richtung Süden. Drei Stunden dauert die Fahrt nach Palolem, jedoch dauert es nur wenige Minuten um zu erkennen, dass Goa wirklich eines der Klischee-Paradiese der Welt ist.




Bunte Häuser in dichter tropischer Vegetation zwischendurch kleine Strände, steinige Klippen oder ein altes Fort, es gibt unzählige Gründe für uns immer wieder zu stoppen. Palolem selber besitzt einen traumhaft schönen Strand, doch das haben leider auch in den letzten Jahren viele andere erkannt und wir sehen ihn nur noch komplett mit Liegestühlen zugepflastert – nothing is perfect.

Am Ende unserer Zeit, würden wir uns beide noch eine Extrawoche zum relaxen wünschen, aber in den nächsten 5 Tagen warten noch weiter gut 30 Stunden Zug fahren auf uns, um in unserer indischen Endstation Chennai unseren Flieger zu erwischen. (Sina)