Essbares in Malaysia




Während des Abendessens im Tauchresort kam mir folgendes Gedankenspiel in den Sinn:

Fall 1: Stellen wir uns vor, jemand mag z.B. einen außer gewöhnlichen Sportwagen, den er sich kauft und an dem er sich den Tag über sehr erfreut. Abends steigt er plötzlich aus dem Wagen, tritt in die Seitentür, steigt wieder ein und fährt den Wagen vor die Wand. Am nächsten Tag kauft er einen neuen Wagen. Wie würde man einen solchen Menschen wohl bezeichnen? Ich vermute, alle gehen konform, dass bei dieser Person etwas falsch gelaufen sein könnte.

Fall 2: Stellen wir uns die nächste Person vor, der die Unterwasserwelt sehr mag. Er bucht einen Tauchurlaub und macht seine Tauchgänge. Er sieht jede Menge Fische und findet dieses Erlebnis ziemlich gut. War ja schließlich der Grund seiner Buchung. Abends steigt er aus dem Wasser und frisst gedankenlos und ohne zögern alle Fische, die das Buffet zu bieten hat. Am Abend bucht er direkt für den nächsten Tag einen weiteren Tauchgang. Wie würden wir einen solchen Menschen bezeichnen? Birgt doch eine gewisse Ironie, oder?

Bitte senden sie ihre Antworten ausreichend frankiert an die bekannten Mail Adressen. Unter den Einsendern wird kein original Räucherlachs verlost.

(Anmerkung des Autors: diese Frage ist keine Vegetarierpropaganda, hat nichts mit Malaysia zu tun und Übereinstimmungen mit Personen oder Ereignissen sind rein zufällig)

OK kommen wir zu den weiteren Highlights der malayischen Küche.

Die ganz fiesen Exoten fehlen auch hier irgendwie. Die Küche ist eine gesunde Mischung aus indischer, chinesischer und eben malayischer Kost, die im speziellen aber ihre Einflüsse aus anderen Regionen Asiens nicht leugnen kann. Man nimmt sich so zu sagen das Beste von überall.

Direkt zu Anfang bin ich übrigens süchtig geworden und bin erst hier in Thailand auf „kaltem Entzug“. Das Getränk nennt sich Teh Tarik und bedeutet soviel wie gezogener Tee. Das Ziehen bezieht sich aber auf die Zubereitung des Tees. Es wird nämlich in ziehender Bewegung zwischen zwei Gefäßen kunstvoll aus 1 Meter Höhe ins andere Gefäß gegossen. Dadurch entsteht eine gute Mischung der gesüßten Kondensmilch und des Tees mit einer leichten Schaumkrone. Ein richtiger Klassiker dort.

Das nächste Suchtpotenzial bestand bei Roti Canai. Ein dünner, sehr öliger Brotteig der als hauchdünner Fladen gebacken wird. Dazu gibt es entweder ein Curry zum Dippen. Oder das Roti Canai lässt sich beliebig füllen, mit Gemüse, mit Banane, mit Fleisch und und und. Das Roti ist ebenso ein richtig malayischer Klassiker mit indischer Wurzel. Das indische Essen in Malaysia ist ansonsten übrigens authentisch und delikat.

Erwähnenswert für Entdecker und Experimentierer sind noch die Märkte Malaysias. Hier findet selbst der geübte Frucht- und Gemüsefachmann seltsame Dinge. Da wächst im Regenwald doch noch so einiges, was man einfach nicht kennt und auch nirgendwo sonst bekommt. Was wir probieren konnten, haben wir probiert, die Namen allerdings, die haben wir vergessen.

Wer auf frische Zutaten steht, der braucht sich hier keine Sorgen zu machen. Frischer geht es fast nicht. (Marc)



Der Glaube versetzt Fische:

Im muslimischen Malaysia hat auch für Fische Osten eine ganz besondere Bedeutung. (wer sich durch dieses Bild mit meinem Kommentar in seinen religiösen Gefühlen verletzt fühlt, möge mir bitte verzeihen)



Suchtpotenzial legal:

Meine Droge Teh Tarik. Der Schaum auf dem Tee kommt hoffentlich wirklich vom Schütten.



Kopfjäger:

So ganz ist die Tradition in Borneo wohl doch noch nicht abgeschafft. Da muss man noch mal nach-missionieren.



Träumer:

Dieser kleine Geselle träumt von seiner zukünftigen Karriere bei der Zeitung.



Die Durchstarter:

Diese karrieregeilen Hühner haben es geschafft. Sie kommen täglich frisch in der Morgenzeitung.



Rückschlag:

Er wollte beim Film groß rauskommen. Aber der Regisseur hat „Cartoon“ völlig falsch interpretiert.



Durian die Stinkfrucht:

An dieser Frucht scheiden sich die Geister. Stinkt wie die Hölle, schmeckt wie der Himmel. Wir würden eher sagen, schmeckt auch wie die Hölle.



Der Reiz liegt im Unbekannten:

Keine Ahnung wie du heißt, keine Ahnung wo du herkommst. Aber du schmeckst nicht schlecht. Irgendwas zwischen Olive und Avocado.



Durchatmen:

hier gibt es nur eine ganz gewöhnliche Marktauswahl zu sehen. Irgendwie harmonisch, oder?