Von Krebsen und fliegenden Hunden


Dreh und Angelpunkt der kulinarischen Highlights ist der Markt in Port Vila der Hauptstadt Vanuatus. Das Bild des Marktes ist hauptsächlich bestimmt durch eine riesige Auswahl unterschiedlicher Bananen, Papayas, Ananas und Kokosnüsse. Hier und da findet man noch ein paar andere Gemüse oder Obstarten. Das Obst ist auf jeden Fall fantastisch süß. Die Ananas sogar mit dem sonst zähen Strunk in der Mitte zu essen. Die Bananen schmecken sehr intensiv nach Banane und man merkt, dass hier das Obst an der Pflanze zu Ende reift und nicht wochenlang im Schiff transportiert wird.

Unter der Auswahl finden wir auch unser neues Favoriten-Gemüse: Chokol. Wir hatten Chokol in Streifen, Chokol in Scheiben, Chokol gewürfelt, Chokol in Curry Sauce, Chokol in Tomatensauce, Chokol in dunkler Sauce (ja, ja ist gut jetzt Forrest Gump). Naja, auf jeden Fall ist Chokol ein leckeres, bissiges etwas an Zucchini und Kohl erinnerndes Gemüse, was ausgezeichnet in einer saucigen Mischung schmeckt.

Tiere sieht man nicht allzu viele auf dem Markt. Wie gesagt, selten Flughunde, selten Kokosnusskrabben, ein paar Behälter mit Fischen und ein paar Bondage-Krabben. Das sind Krabben die darauf stehen, kurz vor dem Kochtopf gefesselt zu werden.





Marc in Gefahr, der Laplap Test

In einem anderen Teil des Marktes wird Laplap, das Traditionsgericht Vanuatus angeboten. Die Frauen haben es zu Hause bereitet und bringen die fertig eingewickelten Kostbarkeiten zum Markt, wo sie sich bemühen, den ganzen Tag die Fliegen weg zu wedeln.
Für Laplap wird Taro oder Manioc (das sind Knollen) gemahlen und zu einem Teig verarbeitet. Dann werden Taro- oder Spinatblätter dazu gegeben. Danach wird der Teig in Kokosnussmilch eingeweicht. Es wird darauf in Blätter der Laplap Pflanze (ähnlich Bananenblättern) in einem Erdofen unter heißen Steinen gedünstet. Danach gibt man gerne noch einen Trockenfisch dazu oder eine Stückchen Huhn oder aber auch ganz exotisch, ein wenig Flughund, nachdem man ihm einen vor den Kopf gegeben hat, damit er nicht mehr wegfliegt. Ich entscheide mich beim Test für die plano Variante.



Wie schmeckt das nun? Sehr trocken, ein wenig nach Kokosnuss aber nicht süß und es ist irgendwie zäh. Nichts was besonders gut runtergeht und nichts was, meine kulinarischen Rezeptoren überschwänglich in Wallung gebracht hat. Ich spülte noch ein paar Bissen mit der frischen Kokosnuss runter. Prost. Übrigens hat die Milch einer solchen Kokosnuss nicht im entferntesten mit der unserer Kokosnüsse aus dem Supermärkte zu tun. Die Nüsse sind randvoll mit Milch, das Fleisch im inneren der Nuss noch ganz dünn und weich. Die Milch schmeckt erfrischend leicht säuerlich. Das werde ich vorerst vermissen. Und sie macht sogar satt. (Marc)



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