Endstation: Melbourne

 

Melbourne vs. Sydney. Seitdem wir die Ostküste Richtung Süden fortgeschritten sind und uns den beiden Verlierern des einstigen Hauptstättekampfes genähert haben, stieg auch die Spannung. Wer von beiden würde das Rennen machen? Wir erreichten Sydney und schon die erste Sekunde prophezeite einen niederschmetternden KO für Melbourne – ungesehen! Wir stiegen in Sydney aus und waren mitten im Herz und der Puls der Stadt trieb uns eine Woche lang an und nur die Vernunft konnte uns zum weiterfahren ermutigen.

Zeitsprung: Einen guten Monat später. Kurz vor unserer Überfahrt nach Tasmanien machten wir unseren ersten Stop-Over in Victorias Hauptstadt. Wir erreichten das Zentrum der Stadt stiegen aus und … Nichts. Kein Funke, kein Puls, kein Garnichts. Wir liefen durch die Stadt und nach einer knappen Stunde schauten wir uns beide an: „Wollen wir wieder zurück zum Campingplatz?“ Melbourne Klappe die Erste ruhmlos zu Ende gegangen. Ende Tasmanien stieg die Furcht vor der Langeweile in den letzten 2 Wochen vor der Abreise.

Doch die Langeweile stellte sich nicht ein Auto verkaufen, Überreste unseres australischen Lebens nach Hause verschicken, Besorgungen machen für die nächste Station, Bankkram, endlich mal wieder unsere Homepage erweitern … die Liste schien endlos.

Sir Freddy hat rasend schnell einen bzw. gleich zwei neue Besitzer gefunden – kein Wunder bei so einem Klasseauto;-) Also waren wir nur noch zu zweit. And it all began, where it ends. Der Abschied war schwer und auch nicht tränenlos und ich meine ich hätte auch bei Marc ein feuchtes Auge gesichtet. Aber während Freddy zur nächsten Runde durch Australien ansetzt (er durfte gleich wieder nach Sydney), mussten wir uns weiter mit Melbourne „rumschlagen“:

Wir beschlossen einstimmig dieser Stadt noch mal eine Chance zu geben und Sydney einfach konkurrenzlos an der Spitze verharren zu lassen und siehe; es klappte. Die Docklands, ein Einkaufszentrum am Hafen mit Allerlei drumherum, zwar noch etwas im Aufbau, aber jetzt schon ganz gemütlich; Ein riesiger Kino-Hotel-Kasinokomplex, der bestimmt einigen Leuten über Tage kein Tageslicht gönnt; das coolste ein wenig interaktive Museum, dass ich je gesehen habe und ein Federation Square, der Dreh- und Angelpunkt der City mit fast täglichen Events, Musik und Straßenkünstlern und Free-Wireless-Hotspot. Irgendwie war Melbourne gar nicht so schlecht… (Sina)